Krones Reise-Errinnerungen,
Camping Reiseberichte

Unsere dritte, aber ausgiebigere Reise 1995 in und durch die neuen BundeslĂ€nder mit unserem Tabbert Wohnwagen, von uns “OASE” genannt.

Wie immer sind wir von Soest an einem spĂ€ten Nachmittag losgefahren. Die A 44 war schnell erreicht und es ging zĂŒgig Richtung Kassel. Vom Kasseler Kreuz zur B7 Richtung Osten, teils SĂŒd-Osten. Die B7 war sehr ruhig zu befahren.  Eisenach West war unser Auffahrziel auf die Autobahn A4 Richtung Dresden. Bis zur Autobahnabfahrt Chemnitz-Glösa sind wir in dieser Nacht gefahren, teils bei schlechtem Wetter, hier runter von der Autobahn um ein ÜbernachtungsplĂ€tzchen am Rande von Chemnitz zu suchen. Wir sind in einen Einkaufspark, wunderbar ruhig gelegen, gefahren.
Es dauerte nicht lange, da wurden wir von Wachhabenden dieses Einkaufsparks angesprochen, was wir denn hier machen wollten, das wĂ€re PrivatgelĂ€nde. Wir fragten die Wachhabenden, ob wir hier ĂŒbernachten dĂŒrften, diese wiederum wollten erst den zustĂ€ndigen Chef fragen. Nach wenigen Minuten kamen diese wieder zurĂŒck, der Chef hat es uns erlaubt hier zu ĂŒbernachten, allerdings sollten wir etwas fĂŒr die Kaffeekasse der Angestellten spenden, was wir gerne taten.
Unser Übernachtungsplatz war also die ganze Nacht bewacht und wir konnten ruhig einschlafen.
Das Wetter hatte sich am nĂ€chsten Morgen beruhigt, die Sonne lugte zeitweise hervor. Nach unserem ausgiebigen FrĂŒhstĂŒck sind wir wieder auf die Autobahn gefahren.
Autobahnabfahrt Dresden Neustadt war schnell erreicht. Wir waren guten Mutes mit unserem geliehenen Stadtplan von Dresden, nach dem wir nun fuhren, wollten in den SĂŒden von Dresden nach Mockritz, also auf einen Campingplatz am Rande von Dresden, von einem Campingfreund, der in Dresden geboren wurde, empfohlen. Es dauerte nicht lange, da hatte uns der geliehene Stadtplan nichts mehr genutzt. Dresden war eine einzige Straßengroßbaustelle mit hunderten von Umleitungen, da haben wir den Stadtplan beiseite legen mĂŒssen und sind nach der Sonne Richtung SĂŒden gefahren. Die Umleitungen waren ziemlich stressig aber wir haben unser Ziel gefunden, einen alteingesessenen Campingplatz Mockritz,  sauber herausgeputzt, was wollten wir mehr. Dieser Platz war fĂŒr eine Woche unser Zuhause. Von hier aus haben wir Dresden mit unseren FahrrĂ€dern jeden Tag sehr gut und immer besser kennen gelernt.
Ja von der Frauenkirche war noch nichts zu sehen, außer eine Menge zum Teil nummerierte große Steine und Container mit Andenken Verkauf zu Gunsten fĂŒr den Aufbau der Frauenkirche. In zehn Jahren sollte diese fertig gestellt sein, sagte man. Kommen wir in zehn Jahren wieder und werden sehen, haben wir uns gesagt. Nun ja die weiteren SehenswĂŒrdigkeiten  natĂŒrlich staunend betrachtet und immer wieder gesagt, hier muss noch viel getan werden diese Kostbarkeiten zu restaurieren und fĂŒr die Nachwelt zu erhalten. Wir sagen heute noch, wir sind mit unseren FahrrĂ€dern in den Zwinger gefahren, ebenfalls die interessante Waffenkammer dort angeschaut.
Ein Raddampfer Ausflug ins Elbsandsteingebirge, dann die Kletterei hinauf auf diese Steinerhebungen und ebenfalls die RĂŒckfahrt mit dem Raddampfer nach Dresden war fĂŒr uns ein entspannendes Erlebnis. Unsere FahrrĂ€der standen nach diesem Ausflug noch verschlossen am Elbufer, man konnte ja nicht wissen?
Wir waren hĂ€ufig, bei Tag und des Abends in der Altstadt, fĂŒhlten uns schon richtig zu Hause, aber der Tag der Abreise aus Dresden nahte. Unsere grobe Richtung war Usedom, bzw. RĂŒgen. Dresden sollte ja nur der Ausgangspunkt unserer „Neue BundeslĂ€nder Reise“ sein.
Wir hatten uns vor Antritt unserer Reise keine exakten Zwischenziele gesetzt.
Von Dresden sind wir ĂŒber Hoyerswerda, nach kurzer Überlegung nach Cottbus gefahren, hier hatte die Bundesgartenschau stattgefunden. Cottbus war vielleicht aus diesem Grunde sehr schön heraus geputzt, eine Nacht in einer ruhigen Wohngegend ĂŒbernachtet und sind am spĂ€ten Nachmittag weitergefahren, Richtung Spreewald, nach LĂŒbbenau. Man hat uns so viel vom Spreewald erzĂ€hlt, so sind wir fĂŒr 3 Tage in LĂŒbbenau auf den Schlosscampingplatz gefahren, wunderbar gelegen, rundherum vom Wasser eingeschlossen. Unsere FahrrĂ€der wurden hier ebenfalls ausgiebig genutzt, trotz der vielen KanĂ€le findet man hier ein ruhiges, langes Fahrradwegenetz, so haben wir den Spreewald und seine Gastlichkeit sehr gut kennen und schĂ€tzen gelernt, auch abseits der bekannten Touristik Wasserwege.
Eine Fahrt mit einem Boot durch die fast unberĂŒhrte Natur ebenfalls nicht verpasst. Das Staken hat uns sehr viel Spaß gemacht, zumal ich fĂŒr einpaar Minuten selbst staken durfte, wĂ€hrend der KapitĂ€n sich ausruhte und die mitfahrenden GĂ€ste ihren Spaß daran hatten, weil durch meine Fahrweise der Kahn immer wieder im UfergebĂŒsch strandete. Liebe Leser, das war fĂŒr mich nicht einfach, die BĂŒsche links und rechts der KanĂ€le kamen mir viel zu schnell in die Quere. Aber alle mitfahrenden GĂ€ste hatten ihre wahre Freude daran.
Nach wie gesagt 3 Tagen Aufenthalt in LĂŒbbenau sind wir zum Dreieck Spreewald auf die Autobahn A13 Richtung Berlin gefahren.
Wir haben uns ganz kurz entschlossen einen Campingplatz sĂŒdlich von Potsdam anzusteuern und einen sehr schön ruhig gelegen Platz am Schwielowsee bei dem Ort Ferch gefunden, einen alten ehemaligen DDR-Campingplatz. Die letzte StraßenfĂŒhrung war schon sehr abenteuerlich, die Strasse, oder besser gesagt der Weg dorthin war sehr schmal und kurvenreich. Von vorn durfte da keiner kommen. Aber es hatte sich gelohnt. Von diesem sauberen Platz sind wir mit unseren FahrrĂ€dern mehrere male nach Potsdam gefahren, haben ebenfalls eine SchlossfĂŒhrung mit gemacht, sind dann nach drei Tagen weitergefahren auf der B1 nach Berlin.
Und dann an einer Tankstelle an der B1 habe ich gedacht hier ist unsere Reise zu Ende. Es musste ja mal wieder getankt werden. Meine Frau Sigrid sollte draussen wÀhrend der Einfahrt zur ZapfsÀule auf das Gespann aufpassen und mir Hindernisse anzeigen. Da war es schon passiert. Im Schneckentempo ging es zur ZapfsÀule und plötzlich nicht mehr weiter. Irgendein Hindernis hatte uns festgehalten. Ja es stellte sich heraus, scharfe Kanten eines Leitplankenschutzes hatten die Wohnwagenseite aufgeschnitten ca. 8cm lang. Sigrid sagte spÀter, sie hÀtte lamentiert und ich hÀtte nicht reagiert und wÀre weitergefahren. Ja liebe Leser, meine Frau hat im toten Winkel gestanden und nicht gemerkt dass ich nichts erkennen konnte.
Wir sind nach diesem Ă€rgerlichen Vorfall und nach einer Diskussion per FunkunterstĂŒtzung aber doch noch durch Berlin gefahren Richtung Brandenburger Tor, d.h. LKW Fahrer haben uns den Weg dorthin per Funk erklĂ€rt. Wir haben ca. 200m vor dem Brandenburger Tor mit unserem langen Gespann, noch auf der westlichen Seite geparkt und uns einen ganzen Tag unter den Linden aufgehalten, einen Entspannungs-Bummel durch Berlin nach diesem Ă€rgerlichen Vorfall.
Am spĂ€ten Nachmittag dann zur Weiterfahrt entschlossen, durch Marzahn zum östlichen Autobahnring,  Richtung Eberswalde, bzw. Prenzlau. Auf einem Autobahnparklatz haben wir die Schnittwunde in der Seitenwand unseres Tabberts notdĂŒrftig mit starkem Klebeband geschĂŒtzt. Irgendwo zwischen Pasewalk und Anklam  noch einmal ĂŒbernachtet,  sehr oft in fĂŒr uns unbekannten Ortschaften angehalten und in diesen Orten einfach spazieren gegangen. Dies ist wirklich noch eine ruhige,  ziemlich unberĂŒhrte Landschaft mit viel Erholungswert.
Von Anklam ging es am nĂ€chsten Tag nach Usedom, Albeck war das Ziel. Leider waren alle CampingplĂ€tze auf Usedom belegt, so haben wir uns hier nur einen Tag aufgehalten und sind Richtung RĂŒgen gefahren, auf einen Campingplatz in Lubmin in der NĂ€he von Greifswald fĂŒr drei Tage direkt an der Ostsee.
RĂŒgen war nicht mehr weit, RĂŒgen kannten wir von unseren Direktreisen in den Jahren 1992 und 1993. Wir haben wieder den Platz auf Ummanz in Suhrendorf angesteuert und waren froh. Ja liebe Leser, dies ist wirklich ein Platz, den man ansteuern sollte. Von hier aus kann man sehr gut die Insel RĂŒgen kennen lernen. Die anderen CampingplĂ€tze auf RĂŒgen sind natĂŒrlich auch nicht schlecht (wir haben jeden Campingplatz besichtigt), aber dieser Platz liegt grosszĂŒgig auf einem ebenen WiesengelĂ€nde.
Wie schon in den Jahren vorher sind wir mit unseren FahrrĂ€dern auf ganz RĂŒgen unterwegs gewesen leider nur noch eineinhalb Wochen, aber sehr erholsam. Der Urlaub ging und war nun zu Ende. Von Stralsund war es fĂŒr uns ein bekannter Weg zurĂŒck in unsere alte
Hansestadt Soest.

Unsere vierte Reise 2006 in und durch die neuen BundeslÀnder

Am 31. August 2006 starteten wir mit unserem schweren Zugfahrzeug und unserer Oase am Haken zur A44, dann in Richtung Osten, Kassel, der Fuldacamp war unser erstes Ziel. Wir wollten uns ja nur mal schnell den Platz anschauen. Das haben wir getan und das reichte auch was wir gesehen haben.
Schnell waren wir wieder auf der Autobahn, unser Navi leitete uns gen Norden und dann Richtung Witzenhausen, wir wollten vor unserer eigentlichen Reise noch einpaar Tage in Bad Sooden-Allendorf, ein DoppelstÀdtchen an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, verbringen. Hier war ich 1999 zur Reha.
Das Wetter war ausgesprochen sehr schön, wir haben wie immer mit unseren FahrrÀdern das
DoppelstĂ€dtchen erkundet, d.h. hier konnte ich schon den FremdenfĂŒhrer spielen. Der Campingplatz mit allen Anlagen sehr schön, schon in ThĂŒringen gelegen, aber nahe Bad Sooden-Allendorf, war unser Ausgangspunkt zu sehr schönen SehenswĂŒrdigkeiten und zum Grenzmuseum. NatĂŒrlich haben wir des nachts in den Tanzlokalen das Tanzbein geschwungen.
Ebenfalls am Brunnen vor dem Tore von Bad Sooden-Allendorf mit fremden Leuten gesungen, eben das besagte Lied, der Text war an einem Gedenkstein befestigt.
Nach drei Tagen ging es weiter Richtung Eisenach. Im SĂŒden von Eisenach, auf der B19 schon tief im ThĂŒringer Wald, nahe des Ausgangpunktes des bekannten Wanderweges Rennsteig.
In der NÀhe von Wilhelmsthal war der nÀchster Cpl. unserer Erkundungen am nÀchsten Morgen nach dem schönen StÀdtchen Eisenach und der Wartburg.
Zwei Tage danach Erfurt und Weimar unsere Ziele, wiederum tief im ThĂŒringer Wald ein Cpl. in Hohenfelden als Ausgangspunkt fĂŒr unsere Besichtigungen. Erfurt, die Landeshauptstadt fanden wir schön, aber recht hektisch, dagegen Weimar nach unserem Geschmack gemĂŒtlich und erholsam.
Mit unseren FahrrĂ€dern haben wir diese StrĂ€dte recht gut kennengelernt. Dresden war unser nĂ€chstes Ziel, aber noch weit entfernt, haben wir doch nach einigen Stunden Fahrt auf der A4 erreicht. Der Cpl. in Mockritz hatte sich mit seinen sanitĂ€ren Anlagen herausgeputzt. Wir waren angenehm ĂŒberrascht nach 11 Jahren. Hier waren wir zu Hause. Die Fahrradwege in das nahe gelegene Zentrum sehr gut ausgebaut und so waren wir sehr schnell in der wieder aufgebauten Frauenkirche. Wir hatten uns ja vor 11 Jahren vorgenommen diese nach dem Wiederaufbau zu besuchen. Nicht nur die Frauenkirche war wieder aufgebaut, sondern noch viele weiteren schönen GebĂ€ude. Dresden hat sich gemacht, wie man so schön sagt. Teile des Stadtschlosses sind noch in der Renovierung. Wir sind wie 1995 kreuz und quer durch die Stadt geradelt ebenfalls auf der anderen Seite der Elbe.
Uns hat aber wieder das Reisefieber gepackt und so hielten wir uns in Dresden nur drei Tage auf, haben uns in Altmockritz mit seinem gemĂŒtlichem Lokal sehr wohl gefĂŒhlt. Wir wollten Richtung Norden, Usedom war unser Ziel, nur noch 650 km entfernt, also auf die Autobahn, den Tempomat eingelegt und so „brausten“ wir mit 80 km/h Richtung Norden. Frage von mir wĂ€hrend der Fahrt, sollen wir im Spreewald, LĂŒbbenau halt machen, aber vielleicht wieder zu viele MĂŒcken, also fahren wir weiter, um Berlin herum mit einigen Fahrpausen weiter Richtung Norden bis zur Autobahnausfahrt Pasewalk.
Unser Navi-MĂ€dchen fĂŒhrte uns punktgenau bis zu unserem Ziel, Stubbenfelde auf Usedom.
Also wer gern im Hochsommer Schatten und sehr guten sanitĂ€ren Komfort haben möchte, der ist hier gut aufgehoben. Die sehr hohen dichten Baumwipfel auf dem Platz erlauben aber keinen Kontakt zu Fernseh-Sateliten. Man bekommt dafĂŒr, fĂŒr eine LeihgebĂŒhr ein Fernsehkabel, ebenfalls auch fĂŒr eine nicht unerhebliche GebĂŒhr einen direkten Wasseranschluß, aber dann muß man auf den Platz bleiben und nur Wasser verbrauchen, so teuer ist der Spaß. FĂŒr ein TĂ€sschen Tee oder Kaffee lohnt sich dies nicht.
Hier hielten wir uns 14 Tage auf und erkundeten mit unseren FahrrĂ€dern diese schöne Insel mit sehr schönen sanierten Orten, Fischlokalen, mmhh. Die einstigen blĂŒhenden StĂ€dte, wie PennemĂŒnde, heute sehr zerfallen, oder SwinemĂŒnde, heute polnisch, noch sehr aufbaubedĂŒrftig und von der westlichen Seite verkehrstechnisch abgeschnitten, die polnischen Behörden haben wohl ihre Ă€ngstlichen GrĂŒnde, man kann SwinemĂŒnde vom Parkplatz an der Grenze nur zu Fuß, mit dem eigenen Fahrrad, mit polnischen Taxis, oder mit von 1950 ĂŒbriggebliebenen Pferdekutschen erreichen. Von Ahlbeck fĂŒhrt die gut ausgebaute B 111 direkt an die heutige deutsch-polnische Grenze bis auf diesen großen Parkplatz. Ein Tipp, das eigene Fahrrad ist hier das beste Verkehrsmittel, um SwinemĂŒnde(Swinoujscie) zu erkunden, was wir ausgiebig taten.
Aber auch 14 Tage gehen viel zu schnell vorbei und so waren wir schon wieder auf der Autobahn Richtung Nordwesten. In der NĂ€he von Wismar haben wir noch einmal halt gemacht, fĂŒr eine Nacht an der Ostsee auf einem Cpl., um noch am gleichen Tag die Hansestadt Wismar zu besuchen.
Am nÀchsten Tag, nach einigen Stunden Fahrt waren wir wieder zu Hause in unserem alten
HansestĂ€dtchen Soest. Also wir haben keinen Urlaub gemacht, fĂŒr uns waren das ganze nur Ortswechsel, denn Urlaub haben wir jeden Tag.
Übrigens, unsere beiden Sittiche, Liesa und Timmy, haben ebenfalls bei so vielen LuftverĂ€nderungen, in so vielen Orten, sehr viel Spaß gehabt. Nach jedem Halt, egal wo, sind diese beiden recht munter ĂŒber unsere Köpfe gefegt, natĂŒrlich nur im Wohnwagen.

PS: Ich habe bewusst darauf verzichtet,  all die bekannten, schönen SehenswĂŒrdigkeiten auf unsereren Reise zu erlĂ€utern, es gibt so viele davon, ein Tipp von mir, diese selber zu erleben ist viel schöner.

Bilder hierzu,  in Krones Fotogalerie!

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